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CDU-Außenexperte: China in Nordkorea-Konflikt "jetzt in der Pflicht"

Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Jürgen Hardt (CDU), hat die Europäer aufgefordert, alles dafür zu tun, um China bei der Lösung der Nordkorea-Krise im Boot zu halten. "China ist jetzt in der Pflicht, die Sanktionen umzusetzen und zur Wirksamkeit zu verhelfen", sagte Hardt der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag). "Entsprechend sollte Europa alle diplomatischen Möglichkeiten nutzen, darauf hinzuwirken."

Mittelfristiges Ziel müsse es sein "Kim Jong-un von seinem aktuellen Irrweg abzubringen. Dies kann realistischer Weise nur auf massiven Druck der Vereinten Nationen und vor allem Chinas erfolgen." Auch Peking habe kein Interesse an einem atomar hochgerüsteten Nachbarn Nordkorea, so Hardt. Die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump bezeichnete der CDU-Politiker als "nach innen gerichtetes Signal, das aber außenpolitisch weder besonders geschickt noch hilfreich" sei, nachdem doch die Vereinten Nationen erst soeben einstimmig neue Sanktionen gegen das Regime in Nordkorea verhängt hätten. "Eine immer neue verbale Eskalation spielt Kim Jong-un nur im die Hände. Das ist es doch, was er zur Festigung seiner Macht im Land braucht", sagte Hardt.

Meldung vom 10.08.2017

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