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Südkorea fordert Ende der Provokationen
Foto: Jermaine Ralliford

Südkorea hat die Machthaber in Pjöngjang aufgefordert, die Provokationen unverzüglich zu beenden und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die südkoreanische Regierung befürworte alle Maßnahmen, die eine Eskalation auf der Halbinsel verhindern, sagte ein Regierungssprecher Südkoreas am Donnerstag. Die "Tür zum Dialog" stünde den Nordkoreaner weiterhin offen.

Unterdessen hat das südkoreanische Militär Selbstbewusstsein demonstriert: Nordkorea könne jederzeit "die harte und resolute Vergeltung" von Südkorea und seinen Verbündeten zu spüren bekommen, erklärte ein ranghoher Vertreter der südkoreanischen Streitkräfte. Zuvor hatte Nordkorea die Drohung, die zu den USA gehörende Insel Guam präventiv anzugreifen, erneuert und Details genannt. So plane das nordkoreanische Militär nach eigenen Angaben vier Mittelstreckenraketen vom Typ Hwasong-12 ein. Der genaue Plan solle bis Mitte des Monats fertig sein und dann dem Machthaber Kim Jong-un zur Entscheidung vorgelegt werden. US-Präsident Donald Trump hatte an die Adresse Nordkoreas gesagt, die USA würden "mit Feuer und Zorn" agieren "wie es die Welt noch nie zuvor erlebt hat", wenn die Drohungen nicht aufhörten. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich hat angesichts der jüngsten Entwicklungen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, sich im Nordkorea-Konflikt klarer zu positionieren. "Die Bundeskanzlerin muss mit europäischen Nato-Partnern jetzt dem US-Präsidenten unmissverständlich deutlich machen, dass wir weder die Tonlage noch mögliche militärische Handlungen unterstützen", sagte Mützenich der "Rheinischen Post" (Donnerstag). In einer der schwersten nuklearen Krisen nach dem Ende des Kalten Krieges könne sich die Kanzlerin eine Haltung des Abwartens nicht weiter leisten. "Zugleich sind mit Russland und der Volksrepublik China zwei weitere Nuklearmächte in den Konflikt involviert, der auch für uns unmittelbare Konsequenzen haben könnte."

Meldung vom 10.08.2017


Foto: Jermaine Ralliford, über dts Nachrichtenagentur

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