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Studie: Stromsparerende Verbraucher zahlen drauf

Haushalte werden dafür bestraft, wenn sie stromsparend leben. Zu diesem Ergebnis kommt die Organisation Agora in ihrer neuen Studie zur Kostenentwicklung bei den Stromnetzen, berichtet die Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben). Agora-Chef Patrick Graichen sieht eine "problematische Umverteilung zulasten von Geringverbrauchern".

Die sogenannten Netzkosten machen etwa ein Viertel des Strompreises aus, den Privathaushalte und die meisten Firmen an ihre Stromversorger zahlen. Durchschnittlich 29 Cent kostet eine Kilowattstunde (kWh). Etwa 7,5 Cent davon stellen die Lieferanten in Rechnung, um die Stromnetze, Überlandleitungen und Kabel zu finanzieren. Durch die Auswertung der Preisstrukturen von zehn Netzbetreibern hat Agora nun errechnet, dass "die Grundpreise durchschnittlich von 47 Euro 2017 auf 53 Euro in 2018 steigen", so Graichen. Der Grundpreis wird jedem Verbraucher in Rechnung gestellt, egal, wie viel er verbraucht. Im Vergleich dazu stagnieren die Arbeitspreise oder sie sinken. Die Fixkosten für Stromverbraucher bei den Netzentgelten nehmen also relativ zu, die verbrauchsabhängigen Kosten fallen weniger ins Gewicht.

Meldung vom 12.01.2018

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