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Guttenberg wirft Merkel in Syrien-Politik "billige Ausreden" vor

Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat die Bundesregierung wegen ihres Verhaltens im Syrien-Konflikt scharf kritisiert. "Wenn Menschen abgeschlachtet werden, muss man auch einmal eingreifen", sagte der CSU-Politiker am Montag in der "Bild"-Sendung "Die richtigen Fragen". Die Bundesregierung mache es sich zu leicht, wenn sie sage, "die Drecksarbeit machen die anderen für uns".

Guttenberg forderte mehr als "hehre und hübsche Worte", beispielsweise "logistische Unterstützung". Stattdessen habe die Bundesregierung "einmal mehr gezeigt, dass sie ein Großmeister der Dialektik" sei. Ihre Argumente gegen eine Beteiligung an den Luftschlägen gegen Assad nannte Guttenberg eine "Ausrede", die ihm "zu billig" sei. "Ich glaube nicht, dass das Vertrauen weckt: weder in der eigenen Bevölkerung, noch im internationalen Kontext", so der Ex-Minister. Gleichzeitig befürchtet er durch das deutsche Nein zu jeder militärischen Beteiligung einen nachhaltigen Schaden für Deutschland innerhalb der Nato: "Es ist schon Porzellan zerschlagen worden", sagte Guttenberg.

Meldung vom 16.04.2018

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