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EU-Kommission will Zugang zu Materialien für Bombenbau erschweren

Die EU-Kommission will den Zugang zu Ausgangsmaterial für Sprengstoffe europaweit erschweren. Das sagte der EU-Kommissar für die Sicherheitsunion, Julian King, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben). Es gehe um alltägliche Produkte, mit denen Terroristen zu Hause Bomben herstellen könnten - das schließe etwa das hochexplosive TATP (Triacetonetriperoxid) ein, das bei Anschlägen in Brüssel, Paris oder Manchester verwendet worden sei.

Zur Herstellung von TATP werden leicht erhältliche Chemikalien wie Aceton oder Schwefelsäure benötigt. "Wir wollen die Möglichkeiten für Terroristen reduzieren, solche Komponenten zu erwerben", sagte King. Man müsse ihnen die Mittel nehmen, mit denen sie ihre Anschläge ausführten. Der Vorstoß ist Teil eines neuen Sicherheitspakets der EU-Kommission. Dazu zählt auch ein besserer Zugang der Ermittler zu grenzüberschreitenden Finanzdaten und auf elektronische Beweismittel. Zugleich sind neue Verbesserungen beim Datenaustausch der EU-Staaten vorgesehen. Im Moment sei es noch zu einfach für Terroristen und andere Kriminelle, in den EU-Datensystemen unter falscher Identität registriert zu sein - ein inakzeptables Risiko, wie sich bei jüngsten Anschlägen gezeigt habe. "Wir müssen mehr wissen über jene, die uns schaden wollen, und müssen die Informationen über sie austauschen", erklärte King. Die Kommission will auch schärfere Regeln für die Sicherheit von Ausweisdokumenten einführen, um den Schutz gegen Betrug und falsche Identitäten zu verbessern, wozu nach Kommissionsangaben auch ein obligatorischer digitaler Fingerabdruck auf Personalausweisen gehört. "Wenn wir die Sicherheit unserer Bürger gewährleisten wollen, müssen wir jetzt handeln", sagte King. Die Terroristen entwickelten neue Wege für ihre Anschläge, darauf müssten die Sicherheitsbehörden reagieren.

Meldung vom 17.04.2018

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