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Hofreiter nennt Seehofer "moralisch überfordert"

Nach dem Suizid eines aus Deutschland abgeschobenen Afghanen zweifelt Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter an der Eignung von CSU-Chef Horst Seehofer als Bundesinnenminister. "Der Fall beweist auf traurige und erschreckend Weise, wie unmenschlich die deutsche Asylpolitik geworden ist", sagte Hofreiter dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Donnerstagsausgabe). "Es ist einfach nur zynisch, dass Seehofer Witze über Abschiebungen macht. Ganz offensichtlich ist er in seinem Amt moralisch überfordert und schlicht ungeeignet, seine Aufgaben verantwortungsvoll zu erfüllen", so Hofreiter.

Seehofer hatte am Dienstag bei der Vorstellung seines "Masterplans Migration" die Abschiebung von 69 Afghanen am Tag seines 69. Geburtstags gelobt. "Ganz grundsätzlich gilt: Abschiebungen in Kriegsgebiete sind falsch", so Hofreiter. "Statt nur auf Abschottung zu setzen, sollte der Innenminister eigentlich mit aller Kraft für eine bessere Integration von Schutzsuchenden in unserem Land sorgen. Doch dazu ist er weder willens noch in der Lage", beklagte der Bayer. Auch bei Koalitionspartner SPD lässt der tragische Fall die Zweifel an der Eignung Seehofers wachsen. "Was Seehofer im Zusammenhang mit seinem Geburtstag und der Abschiebung von 69 Afghanen zum Besten gibt ist peinlich, unchristlich und nur noch ätzend", sagte der Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs dem RND. "Er redet und agiert wie die AfD. Merkel muss das jetzt klären. So kann es nicht weitergehen", sagte der SPD-Politiker.

Meldung vom 11.07.2018

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