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"Identitäre" laufen durch Halle

Die Demonstration der "Identitären Bewegung" (IB) in Halle (Saale) und insbesondere die Gegenproteste haben am Samstag mehrere tausend Menschen auf die Straße gelockt. Bei zwei IB-Kundgebungen in der Stadt nahmen demnach insgesamt rund 200 bis 300 Anhänger unter dem Motto "Es bleibt unsere Heimat - Europa verteidigen" teil. Eine Gruppe von etwa 50 Protestlern lief mit einer Stunde Verspätung vom Hauptbahnhof über den Oberen Boulevard zum Franckeplatz.

Die IB wollte damit nach ihren Worten gegen "Linke und Multikultis" protestieren. Gegen die IB-Demo hatte sich ein breites Bündnis formiert, und unter dem Motto "Halle gegen Rechts" zu friedlichem Gegenprotest aufgerufen, über 2.000 Menschen nahmen daran laut erster Schätzungen teil. Immer wieder wurden Sitzblockaden gebildet. Linksextremisten sollen allerdings auch mit Gewalt gedroht haben, nach Angaben der IB gab es zuvor in Leipzig und Rostock Brandanschläge auf zwei Autos von Aktivisten. Erst vor knapp zwei Wochen hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz mitgeteilt, dass es die IB nunmehr "als gesichert rechtsextremistische Bestrebung" einstufe. Die Positionen der Gruppierung seien "nicht mit dem Grundgesetz vereinbar". Laut Bundesamt soll es in Deutschland etwas über 600 Mitglieder geben. Halle (Saale) gilt seit Jahren als organisatorisch wichtiger Ort für die Gruppe, hier verfügt sie über ein Gebäude in unmittelbarer Nähe eines Universitäts-Campus'. Wichtige Köpfe der IB waren zum Studium in Halle (Saale) eingeschrieben.

Meldung vom 20.07.2019


Foto: über dts Nachrichtenagentur

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