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Grüne kritisieren Moskau für Umgang mit Atom-Unfall

Die Grünen sind besorgt über die Freisetzung von Radioaktivität nach einem Raketentest in Russland. "Mehr als drei Jahrzehnte seit Tschernobyl - und Moskau hat nichts dazugelernt, sondern mauert und vertuscht", sagte Sylvia Kotting-Uhl, Vorsitzende des Umweltausschusses im Bundestag, dem "Tagesspiegel" (Mittwochsausgabe). Russlands Umgang mit Atom-Unfällen sei "inakzeptabel und eine Gefahr für Europa", so die Grünen-Abgeordnete.

Im aktuellen Fall verbreite das russische Verteidigungsministerium Unwahrheiten. Seit fast zwei Jahren verhindere Russland zudem die Aufklärung "des gravierendsten Atomunfalls seit Fukushima", so Kotting-Uhl weiter. Immer erdrückender würden die Indizien, dass sich ein Ruthenium-Unfall in der Wiederaufbereitungsanlage Majak im Südural ereignet habe. "Doch die offizielle Linie Moskaus bleibt, es sei nichts passiert und weitere Aufklärung unangemessen." Die Bundesregierung dürfe das nicht hinnehmen. "Sie muss in beiden Fällen konsequent auf Aufklärung dringen und die ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpfen", forderte die Grünen-Politikerin.

Meldung vom 13.08.2019

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