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Mittlerweile 214 Coronavirus-Fälle in Halle

In Halle ist die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus auf 214 gestiegen. Die Zahl habe sich innerhalb eines Tages um einen weiteren Fall erhöht, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Sonntagnachmittag. In den Kliniken der Stadt befänden sich aktuell 41 Personen wegen eines Coronavirus-Verdachts in stationärer Behandlung.

Das seien acht Personen mehr als am Vortag. Zwölf Patienten müssten beatmet werden. In der Stadt seien am Samstag 43 Abstriche durchgeführt worden. Seit dem 23. März wurden demnach insgesamt 3.501 Menschen getestet. Aktuell sei die Versorgungslage in den Krankenhäusern stabil, es gebe ausreichend freie Beatmungsplätze, so Wiegand. Zudem sei man in der Lage, noch weitere zusätzliche Intensivbetten zu schaffen. Der aktuelle Trend gehe auf eine Verdopplung der Infiziertenzahlen innerhalb von neun Tagen zu. Die Ordnungskräfte und die Polizei hätten am Samstag 95 Kontrollen durchgeführt, sagte der Oberbürgermeister weiter. Dabei seien 36 Strafanzeigen gestellt worden. Städtische Ordnungskräfte hätten, unterstützt von Polizei und Feuerwehr, zahlreiche Ansammlungen auf der Ziegelwiese auflösen müssen. Auch am Kanal und einem Kiosk in der Richard-Wagner-Straße habe die Polizei einschreiten müssen. Hinzu seien verschiedene Partys in Wohnungen und Hinterhöfen, zum Beispiel in der Ludwig-Wucherer-Straße, in der Thomasiusstraße und in der Elsa-Brändström-Straße gekommen. Weiterhin mangele es an Schutzausrüstung, so der OB weiter. Man versuche jedoch, diese bei Unternehmen überall auf der Welt zu beschaffen. Aber auch viele Hallenser begännen damit, Schutzmasken aus Stoff selbst herzustellen. Diese Eigenproduktion sei dringend erforderlich - "am besten zwei- oder dreilagig". Große Mengen davon brauche man in den nächsten Wochen noch. "Die Verteilung unserer Bestände unterliegt der Mangelverwaltung. Deshalb können wir nur dort, wo ein nachgewiesener Bedarf unbedingt erforderlich ist unterstützen, zum Beispiel in Krankenhäusern, im Rettungsdienst, in Alten- und Pflegeheimen sowie bei Pflegediensten", sagte der Oberbürgermeister. Bislang habe der Katastrophenschutzstab Schutzausrüstung an insgesamt neun Pflegeheime und Pflegedienste ausgegeben.

Meldung vom 05.04.2020

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