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Weltärztepräsident fordert Auswahlmöglichkeit bei Impfstoffen

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat die Entscheidung der EU-Behörde EMA zum Astrazeneca-Impfstoff begrüßt und eine Auswahlmöglichkeit für Impfstoffe gefordert. "Die Diskussion um den Astrazeneca-Impfstoff reißt nicht ab. Da ist es gut, dass die EMA klare Kante zeigt", sagte er der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe).

Noch fehle zwar die wissenschaftliche Evidenz, der Impfstoff sei aber aller Wahrscheinlichkeit nach für die sehr seltenen Hirnvenenthrombosen vor allem bei Frauen unter 60 Jahren verantwortlich, sagte Montgomery. "Das Risiko der Impfung ist aber deutlich geringer als das Risiko der Erkrankung. Diese Informationen gehören in die Risikoinformation jedes Impfwilligen", sagte der Weltärzte-Chef. Aus europäischer Sicht sollte man gleichwohl den Einsatz der anderen Impfstoffe verstärken, um Irritationen in der Bevölkerung vorzubeugen, so der Mediziner. "Wir müssen jetzt noch mehr auf Biontech, Moderna und Johnson & Johnson setzen. Und man muss den Menschen so bald wie möglich ein Wahlrecht für den Impfstoff einräumen", sagte Montgomery.

Meldung vom 08.04.2021


Foto: über dts Nachrichtenagentur

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