Organspende-Reform: Bundestagsabgeordnete reichen Antrag für Widerspruchslösung ein

Die Initiatoren eines Gruppenantrags zur Reform der Organspende haben ihren Gesetzentwurf am Donnerstag beim Parlamentssekretariat eingereicht. Das berichtet der „Stern“. Damit wird das Gesetzgebungsverfahren ausgelöst und nach der parlamentarischen Sommerpause kann die erste Lesung stattfinden. Eine Orientierungsdebatte hatte bereits Ende Juni stattgefunden.

Der Entwurf von einzelnen Abgeordneten von CDU, CSU, SPD, Grünen und Linken sieht die Einführung der sogenannten Widerspruchslösung vor. Jeder, der nicht aktiv widerspricht, würde somit zum Organspender. Bisher ist es andersherum: Nur wer der Organspende ausdrücklich zugestimmt hat oder wessen Angehörige ihr zustimmen, wird zum Organspender.

Eine der Initiatorinnen, Gitta Connemann von der CDU, sagte dem „Stern“: „Die Widerspruchsregelung zwingt niemanden zur Organspende. Aber sie fordert uns auf, eine Entscheidung zu treffen. Ja oder Nein. Spenden oder widersprechen. Klarer geht es nicht.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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