Studie zeigt: Schwache Infrastruktur treibt AfD-Erfolg voran

In Regionen mit einer höheren Kitabetreuungsquote, einem gut ausgebauten Breitbandnetz und einer höheren Schulbildung erhielt die AfD weniger Zweitstimmen. Das zeigt eine neue Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, über die der „Spiegel“ berichtet.

Demnach konnte die Partei ihre höchsten Stimmenanteile und Zugewinne vor allem in strukturschwachen, ländlichen Regionen in Ostdeutschland erzielen. Auch in den altindustriell geprägten Städten in Westdeutschland wuchs die AfD-Unterstützung, bei gleichzeitig niedriger Wahlbeteiligung. Und: Dort, wo es einen hohen Altenquotienten, einen niedrigen Frauenanteil oder eine als schlechter empfundene Gesundheitsversorgung gibt, erhielt die AfD viele Stimmen.

Die Autoren der Studie empfehlen daher unter anderem eine vorausschauendere Investitionspolitik. Die Menschen dürften nicht das Gefühl bekommen, man lasse sie im Stich, sagte Martin Schulz, Vorsitzender der FES und ehemaliger SPD-Chef zu den Ergebnissen der Studie: „Die öffentliche Versorgung kaputtzusparen, ist Gift für unsere Demokratie.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Verkehrsexperte fordert Schließung des neuen Berliner A100-Abschnitts

    Vier Tage nach der Eröffnung des neuen Berliner Autobahnabschnitts fordert ein Verkehrsexperte, die Strecke wieder dichtzumachen – und erhält dafür Unterstützung aus der Opposition. Hintergrund sind wiederholte Staus, die am…

    Söder gegen Steuererhöhungen – Kritik an SPD und Unionsabgeordneten

    CSU-Chef Markus Söder positioniert sich klar gegen Steuererhöhungen. „Nein, wir erhöhen jetzt keine Steuern. Wir müssen Steuern senken“, sagte Söder dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe).SPD-Chef und Finanzminister Lars Klingbeil hatte zuletzt aufgrund…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert