Erwin Huber rät Bayern zu Schulden für Kommunen und Bildung

Der frühere CSU-Chef Erwin Huber rät der bayerischen Staatsregierung zum Schuldenmachen. „Ich glaube, Bayern muss sich vom ausgeglichenen Haushalt verabschieden“, sagte Huber der „Süddeutschen Zeitung“.

Den größten Bedarf sieht er in den Kommunen, die dringend mehr finanzielle Unterstützung von Bund und Staatsregierung fordern. „Ich glaube, dass die Schwierigkeiten mit Bundesgeld allein nicht gelöst werden können, dass das Land mithelfen muss“, sagte Huber, der von 2007 bis 2008 bayerischer Finanzminister war. Ohne notwendige Investitionen, vor allem in Kinderbetreuung und funktionierende Schulen, laufe der Freistaat Gefahr, von anderen Bundesländern abgehängt zu werden.

Angesichts der anhaltenden Wirtschaftsflaute und klammer Kassen hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) keine neuen Schulden ausgeschlossen, die Entscheidung aber auf den Herbst verschoben. „Für Bayern sind solide Finanzen wichtig“, sagte Söder bei der jüngsten Klausur seines Kabinetts. Dieser Linie werde man treu bleiben. Die Schuldenbremse nannte er ein „bayerisches Patent“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Iran-Krieg: Ökonom Felbermayr warnt vor höheren Preisen und Lieferengpässen für deutsche Wirtschaft

    Der Ökonom und designierte Wirtschaftsweise Gabriel Felbermayr geht für Deutschland von negativen wirtschaftlichen Auswirkungen durch den Iran-Krieg aus.„Der Iran-Krieg führt zumindest kurzfristig zu längeren Lieferzeiten und höheren Preisen. Gerade bei…

    Deutschland hofft bei Merz-Besuch auf klare US-Zusagen zu Handel, Ukraine und Nato

    Vor dem heutigen Empfang von Kanzler Friedrich Merz (CDU) durch US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus hofft die Bundesregierung auf eine klare Haltung Trumps bei Handelspolitik, Ukraine-Krieg und Nato-Beistandsklausel.„Deutschland will…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert