
Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister Sven Schulze (CDU) hat im Bundesrat einen kompletten Neustart beim Tierhaltungskennzeichnungsgesetz gefordert. Die geplante Fristverlängerung bis März 2026 sei nur ein Zwischenschritt, das Gesetz selbst bleibe unzureichend, teilte das Ministerium mit.
Schulze kritisierte, das Gesetz schaffe kaum Transparenz für Verbraucher, verursache aber hohen bürokratischen Aufwand.
Es gelte nur für Schweinefleisch und erfasse weder andere Tierarten noch verarbeitete Produkte. Zudem fehlten klare Kriterien für höhere Haltungsstandards und eine Finanzierung.
Ein Antrag Sachsen-Anhalts zur Aufhebung des Gesetzes fand im Landwirtschaftsausschuss Mehrheit, nicht jedoch im Plenum.
Schulze kündigte an, sich weiter für ein praxistaugliches Modell einzusetzen, das Tierwohl und Wirtschaftlichkeit verbindet.
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