DZ Bank baut internationales Geschäft aus und eröffnet Repräsentanz in Vietnam

Das Spitzeninstitut der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken will internationaler werden. „Wir bauen unser Auslandsgeschäft aus, das ist ein wichtiger Teil unserer Strategie“, sagte die Kapitalmarktvorständin der DZ Bank, Souad Benkredda, dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe). „Dazu stärken wir unsere Präsenz im Ausland.“

In diesem Jahr eröffne das Institut eine neue Repräsentanz in Vietnam. „Das ist ein wichtiger Wachstumsmarkt für viele unserer Kunden“, sagte Benkredda. Die DZ Bank habe aber auch ihre Teams in den Auslandsfilialen gestärkt.

Mit ihrer Auslandsstrategie wolle sich die DZ Bank „so aufstellen, dass sie auch dann ertragreich ist, wenn die Zinsen wieder sinken und das Geschäftsumfeld für Banken allgemein dadurch herausfordernder wird“, sagte die Kapitalmarktchefin. „Aktuell liegt unser Ertragsanteil aus dem Ausland bei knapp zehn Prozent“, sagte Benkredda. Er solle bis 2030 „deutlich gesteigert werden“. Auch mehr Mitarbeiter soll es geben. „Derzeit arbeiten 260 Menschen für uns an unseren internationalen Standorten. Ihre Zahl soll bis 2030 auf 330 steigen“, sagte sie.

Die DZ Bank wolle sich künftig außerdem „häufiger und regelmäßiger auch über ausländische Investoren refinanzieren, um unsere Refinanzierungsquellen stärker zu diversifizieren“, erklärte Benkredda. Sie erhofft sich davon auch bessere Zinskonditionen. „Wenn Investoren uns erst einmal analysieren müssen, weil sie uns nicht kennen, oder wenn man sich nur gelegentlich Geld leiht, dann verlangen solche Großanleger höhere Zinsen“, sagte sie.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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