Dax steigt leicht – US-Konjunkturdaten enttäuschen Hoffnungen auf Zinssenkungen

Am Mittwoch hat der Dax leicht zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.262 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem schwachen Start drehte der Dax am Vormittag ins Plus. Am Nachmittag blieb das Kursniveau stabil über dem Vortagesniveau.

„Die US-Arbeitsmarktdaten und das US-BIP haben beide eine sehr robuste und gut laufende Wirtschaftsentwicklung in den USA angezeigt“, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Die offenen Stellen lagen mit 144.000 Stellen über den erwarteten 107.000 und das US-Bruttoinlandsprodukt liegt mit 3,00 Prozent ebenfalls weit über den erwarteten Werten. Von einer Abkühlung kann keine Rede sein“, erklärte er. „Das nimmt zugleich den Marktteilnehmern die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen in den USA. In solch einem Wirtschaftsumfeld braucht es keine Zinsmaßnahmen“, so Lipkow. „Diese würden den Konjunkturmotor nur unnötig heiß laufen lassen und die Inflationsgefahren weiter anschüren.“

Bis kurz vor Handelsschluss rangierten die Papiere von Porsche, Siemens Energy und der Commerzbank an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Am Tabellenende fanden sich neben den deutlich abgerutschten Adidas-Aktien auch die Papiere von Symrise und Mercedes Benz wieder. Wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen für das zweite Quartal hervorgeht, konnte Adidas seinen Umsatz und Gewinn deutlich steigern. Das Unternehmen zögert allerdings angesichts der Zollrisiken, die Gewinnprognose anzuheben.

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im August kostete 35 Euro und damit ein Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.

Der Ölpreis stieg ebenfalls: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 72,96 US-Dollar, das waren 45 Cent oder 0,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1482 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8709 Euro zu haben.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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