Die Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt kritisiert unzureichende Kontrollen bei Tierhaltungsverboten. Die tierschutzpolitische Sprecherin Kerstin Eisenreich sagte am Montag, dass die Zahl der ausgesprochenen Verbote von 30 im Jahr 2015 auf 84 im laufenden Jahr gestiegen sei.
Allerdings fehle ein landes- oder bundesweites Register, weshalb die Einhaltung bei einem Wechsel des Landkreises kaum überprüfbar sei.
Besorgniserregend sei die Zunahme von ‚Animal Hoarding‘ – dem krankhaften Horten von Tieren. Seit 2022 wurden 34 Fälle erfasst, während es von 2015 bis 2019 nur 10 Fälle gewesen seien.
Massenaufnahmen könnten Tierheime organisatorisch und finanziell an ihre Grenzen bringen, weshalb eine verlässliche Grundfinanzierung notwendig sei.
Die Linke fordert verbindliche Vollzugsstandards, ein Landesregister für Tierhaltungsverbote und ein Verbot von Versteigerungen von Heimtieren. Die Landesregierung dürfe nicht auf eine Bundeslösung warten, sondern müsse jetzt handeln.
Fälle wie die Versteigerung von 128 Hunden in Bad Lauchstädt dürften sich nicht wiederholen.
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