
Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) hat nach einem Fachdialog zum Thema Handynutzung an Schulen ein landesweites Verbot privater Handys an Grundschulen angekündigt. Das Verbot soll zum nächsten Schulhalbjahr mit begründeten Ausnahmen in Kraft treten.
Clemens sagte, dass an weiterführenden Schulen die Eigenverantwortung der Einrichtungen im Vordergrund stehe.
Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) unterstützte die Maßnahme und verwies auf Studien, nach denen 15-Jährige in Deutschland durchschnittlich sieben Stunden täglich vor Bildschirmen verbringen. Sie forderte altersgerechte Lösungen für weiterführende Schulen, um digitale Teilhabe bei gleichzeitiger Förderung der Medienkompetenz zu ermöglichen.
Eine Umfrage unter Sachsens Grundschulleitern habe gezeigt, dass knapp 75 Prozent der 758 Teilnehmer für ein landesweites Nutzungsverbot digitaler Endgeräte sprechen.
Ein weiteres Fachgespräch ist für Anfang 2026 geplant. Es soll sich mit der Handynutzung an weiterführenden Schulen und Maßnahmen zur Medienkompetenz befassen.
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