Forscher in Halle, Jena und Magdeburg erhalten für die kommenden fünf Jahre 17,3 Millionen Euro vom Raumfahrtministerium. Das teilte die Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg am Montag mit.
Die Mittel sollen der Erforschung psychischer Erkrankungen dienen, um Versorgung und Prävention zu verbessern.
Mit der Förderung beginnt die Ausbauphase des mitteldeutschen Standorts des Deutschen Zentrums für psychische Gesundheit. Über 50 Wissenschaftler werden in sieben Schwerpunktprojekten die Funktionsweise des Gehirns und Veränderungen von Hirnschaltkreisen untersuchen. Der Fokus liegt dabei auf sozialer Interaktion und Entzündungsmechanismen.
In Magdeburg werden insbesondere Bildgebung, Datenforschung und molekulare Methoden ausgebaut.
Ab 2028 übernimmt die Universitätsmedizin Magdeburg die Koordination des gesamten mitteldeutschen Standorts. Geplant sind unter anderem der Aufbau eines 7-Tesla-Bildgebungsnetzwerks und die Entwicklung neuer Therapieansätze.

