Deutschlandweit sind im vergangenen Jahr rund 130.000 Bauanträge digital eingereicht worden. Die Zahlen, über die das „Handelsblatt“ berichtet, beziehen sich nicht nur auf den Wohnungsbau, sondern auch auf Sonderbauten wie Schulen, Büros oder Shoppingcenter.
Im vergangenen Jahr nutzten zwölf Bundesländer gemeinsam eine Software für die digitale Baugenehmigung, die von Mecklenburg-Vorpommern nach dem „Einer-für-alle-Prinzip“ entwickelt wurde. 2025 wurden hierüber 72.000 papierlose Anträge eingereicht, wie das Bauministerium von Mecklenburg-Vorpommern dem „Handelsblatt“ mitteilte. Bayern nutzt seit 2021 ein eigenes System für digitale Baugenehmigungen. Nach Angaben des Bayerischen Bauministeriums gingen 2025 über 47.000 Bauanträge digital ein. Zum Jahresstart wechselte der Freistaat nun zur Mitnutzung des gemeinsamen Verfahrens.
Berlin, Brandenburg und Hessen setzen weiterhin auf eigene Anwendungen für digitale Baugenehmigungen. In der Hauptstadt gingen laut Senat im vergangenen Jahr gut 2.000 digitale Anträge ein. In Hessen wurden 2025 nach Angaben des hessischen Wirtschaftsministeriums 5.000 digitale Bauanträge eingereicht. Brandenburg konnte auf Anfrage keine Zahlen zur digitalen Baugenehmigung vorlegen. Bundesweit gibt es 943 untere Bauaufsichtsbehörden, die für Baugenehmigungen zuständig sind. Nur wenige von ihnen sind schon an Verfahren mit digitaler Baugenehmigung angeschlossen.
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