Dax stabilisiert sich nach schwachem Start – Abwärtsdruck bleibt bestehen

Der Dax hat am Montag nach einem sehr schwachen Start bis zum Mittag weiter deutlich nachgelassen, die Verluste aber etwas reduziert. Gegen 12:30 Uhr stand der Index bei 23.190 Punkten und damit 1,7 Prozent unter dem Schlussniveau des vorherigen Handelstags. An der Spitze der Kursliste rangierten Rheinmetall, die Hannover Rück und die Deutsche Börse, am Ende Siemens Energy, MTU und Continental.

„Der Dax kann sich in den ersten beiden Handelsstunden wieder von der 23.000er-Marke nach oben absetzen“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Das Tagestief vom Handelsstart bei 22.920 Punkten habe die Anleger nicht lange beschäftigt und sei zum Kauf für deutsche Standardtitel genutzt worden.

„Die Stimmung an den Terminmärkten ist äußerst pessimistisch und deutet auf hohe Aktivitäten bei Absicherungsgeschäften hin“, so Lipkow. „Diese bremsen größere Kursrückgänge im Gesamtmarkt aus und führen zu einer Stabilisierung des Dax im Kursbereich von 23.000 Punkten.“

Die langfristigen Folgen für die Realwirtschaft würden dadurch allerdings noch nicht korrekt widergespiegelt und erst in den kommenden Quartalen sichtbar werden. „Die Hoffnung der Investoren ruht aktuell darauf, dass sich die Energiepreise in den kommenden Handelstagen wieder beruhigen. Sollten diese jedoch auf den aktuellen Preisniveaus verharren, dürfte dies negative Folgen für die Konjunkturentwicklung nach sich ziehen.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmittag stärker: Ein Euro kostete 1,1566 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8646 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen weiter stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 104,60 US-Dollar; das waren 12,8 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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