DAX startet mit Verlusten – Anleger warten US-Inflationsdaten und Ölpreis-Entwicklung ab

Der Dax ist am Mittwochmorgen mit Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.675 Punkten berechnet, und damit 1,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Brenntag, Merck und FMC, am Ende Henkel, Rheinmetall und SAP.

„Die Nachrichtenlage bleibt volatil und das wird wohl auch noch einige Zeit so bleiben“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. Die Augen der Börsianer seien dabei weiterhin auf die Entwicklungen in der Straße von Hormus gerichtet. „Während der vergangenen sieben Tage hat nur jeweils ein Schiff die Straße von Hormus in die beiden Richtungen durchfahren. Damit bleibt neu gefördertes Öl ein knappes Gut.“

Gleichzeitig beruhige die Aussicht auf die Freigabe strategischer Ölreserven aktuell die Märkte, so Altmann. Unterdessen hätten viele Anleger „Abwarten“ als Motto der Stunde gewählt. „Beim Dax war der gestrige Handelstag der bislang umsatzschwächste in diesem Jahr.“ Das zeige aber auch, wie groß die Angst vor einer falschen Neu-Positionierung aktuell sei.

Mit Spannung wird am Nachmittag die US-Inflationsrate für Februar erwartet. „Anleger und Analysten rechnen mit einer unveränderten Jahresrate von 2,4 Prozent“, so der Analyst. „Die durch den Iran-Krieg erhöhten Energiekosten finden in die Februar-Zahlen freilich noch keinen Eingang.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1616 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8609 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen erneut stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 89,64 US-Dollar; das waren 2,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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