Markus Krösche weist Wechselgerüchte zurück und kritisiert deutschen Nachwuchs

Sportvorstand Markus Krösche hat Spekulationen über einen Abgang bei Eintracht Frankfurt zurückgewiesen.

„Ich habe einen Vertrag, alles andere ist unwichtig“, sagte Krösche dem „Spiegel“. „Man sollte auch bei den Fakten bleiben: Wir haben eine spannende Mannschaft, ich fühle mich hier wohl. Ich kann und will nicht jede Spekulation kommentieren.“

Krösche ist seit 2022 bei der Eintracht. In dieser Zeit schaffte der Club den Einzug in die Champions League. Vor allem Krösches Spielerverkäufe wie die der drei Eintracht-Angreifer Randal Kolo Muani (PSG, 95 Millionen Euro), Omar Marmoush (Manchester City, 75 Millionen Euro) und Hugo Ekitiké (Liverpool, 95 Millionen Euro) sorgten für Aufsehen in der Branche.

Nach Kritik von Vorstandschef Axel Hellmann gab es zuletzt Gerüchte, Krösche wolle Frankfurt verlassen. „Dass wir auch mal etwas kritisch hinterfragen, ist doch normal“, so Krösche. Frankfurt bleibt in dieser Bundesliga-Saison bisher unter den Erwartungen. Im Januar musste Trainer Dino Toppmöller gehen.

Den Zustand des deutschen Nachwuchses sieht Krösche derweil kritisch: „Wir setzen seit zehn Jahren die falschen Schwerpunkte“, sagte er. Die Konsequenz sei, dass es kaum noch gute Außenverteidiger, Innenverteidiger, Flügelspieler und Stürmer auf internationalem Spitzenniveau gebe. Selbst auf der Torhüterposition sieht er Probleme. Krösche fordert: „Es muss ein Umdenken im deutschen Fußball geben. Es ist unsere Schuld als Clubs, dass wir diese Entwicklungen verschlafen haben und so schlecht ausbilden.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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