Börsen uneinheitlich nach Inflationssprung – Dow Jones verliert, Nasdaq leicht im Plus

Die US-Börsen haben sich am Freitag uneinheitlich gezeigt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 47.917 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,6 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 6.817 Punkten 0,1 Prozent im Minus, die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 25.120 Punkten 0,1 Prozent im Plus.

Während der Iran-Krieg das Börsengeschehen weiter dominiert, bleibt für die US-Zentralbank das Problem einer weiterhin erhöhten Inflationsrate. Nach den am Freitag veröffentlichten Daten ist die Inflationsrate im März von 2,4 Prozent im Vormonat auf 3,3 Prozent gesprungen.

Die Befürchtung, dass die im Zuge des Iran-Kriegs gestiegenen Energiepreise auch in anderen Bereichen die Preise erhöhen könnten, lässt sich in den aktuellen Zahlen noch nicht ebenso klar ablesen. Die oft als „Kerninflation“ bezeichnete Teuerung ohne Energie und Nahrungsmittel lag im März bei 2,6 Prozent, nach 2,5 Prozent im Februar. Eine von US-Präsident Donald Trump erwünschte Leitzinssenkung legen diese Daten eher nicht nahe, doch die Zentralbank berücksichtigt in ihren Entscheidungen auch Daten über die Lage des Arbeitsmarktes – und der könnte die Folgen des Krieges ebenfalls noch stärker zu spüren bekommen.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagabend stärker: Ein Euro kostete 1,1729 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8526 Euro zu haben.

Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Abend wurden für eine Feinunze 4.754 US-Dollar gezahlt (-0,2 Prozent). Das entspricht einem Preis von 130,31 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis sank deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagabend gegen 22 Uhr deutscher Zeit 94,53 US-Dollar, das waren 139 Cent oder 1,5 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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