Linke kritisiert Schließung des Gardelegener Glaswerks

Die Linksfraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt hat die angekündigte Schließung des Glaswerks in Gardelegen scharf kritisiert. Der wirtschaftspolitische Sprecher Wulf Gallert sagte am Mittwoch, der portugiesische Eigentümer habe seit der Übernahme vor sieben Jahren keine Investitionen getätigt und damit bewusst eine Unterauslastung des Standorts zugelassen.

Notwendige Investitionen für eine zweite Glaswanne seien immer wieder verschoben worden, was den Standort ineffizient gemacht habe.

Während der Pandemie seien zwar große Gewinne erzielt worden, diese seien jedoch nicht reinvestiert, sondern Teile der Produktion nach Polen verlagert worden.

Die Linke-Fraktion fordert als Konsequenz eine Reduzierung der Strompreise und zukunftsfähige Investitionen für den Industriestandort Mitteldeutschland. Für die Beschäftigten in Gardelegen drohe nun der Jobverlust, so Gallert weiter.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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