Dobrindt plant Modernisierungsschub im Katastrophenschutz

Die Bundesregierung will den Zivil- und Katastrophenschutz massiv ausbauen. Innenminister Alexander Dobrindt kündigte in der „Bild“ einen „Pakt für den Bevölkerungsschutz“ an. „Wir rüsten auf beim Bevölkerungsschutz“, sagte der CSU-Politiker. Bis 2029 sollen nach seinen Angaben zehn Milliarden Euro investiert werden – der größte Modernisierungsschub seit Jahrzehnten.

„Der Pakt für den Bevölkerungsschutz liefert Investitionen in Fahrzeuge, Fähigkeiten und Funktionalität“, so Dobrindt. Geplant sind demnach neue Sirenen, digitale Warnsysteme auf dem Handy, zusätzliche Schutzräume sowie rund 1.500 Fahrzeuge für Brandschutz, Krankentransporte, mobile Kommandozentralen und schweres Gerät. Außerdem soll es mehr gemeinsame Krisenübungen von Hilfsorganisationen, Technischem Hilfswerk, Rettungsdiensten und Bundeswehr geben.

Hintergrund für die Maßnahmen sind wachsende internationale Krisen, Extremismusgefahren und hybride Angriffe. Deutschland verfügt derzeit noch über 579 öffentliche Schutzräume für rund 480.000 Menschen. Viele Bunker und Sirenen waren nach dem Kalten Krieg stillgelegt worden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Ifo-Geschäftsklimaindex sinkt auf niedrigsten Stand seit Mai 2020: Deutsche Wirtschaft leidet unter Irankrieg und Lieferengpässen

    Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich zuletzt weiter verschlechtert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im April auf 84,4 Punkte, nach 86,4 Zählern im Februar, wie das Ifo-Institut am Freitag…

    Ifo-Geschäftsklimaindex im April gesunken

    Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im April 2026 auf 84,4 Punkte gesunken. Das teilte das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München am Freitag mit. Die dts Nachrichtenagentur sendet in Kürze weitere…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert