Friedrich Merz würdigt Zentralrat der Juden als demokratische Lebensader

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Bedeutung des Zentralrats der Juden für Deutschland hervorgehoben. „Es ist schier unglaublich, dass dieser Zentralrat schnell zu einer Lebensader der demokratischen Kultur in Deutschland geworden ist“, sagte Merz am Mittwoch in Berlin anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Zentralrats.

Dieser sei „zu einem unersetzbaren Partner der Bundesregierung“ geworden, fügte der Kanzler hinzu. „Die Bundesrepublik wäre für immer entwurzelt gewesen ohne jüdisches Leben, ohne jüdische Kultur in unserem Land.“ In der unmittelbaren Nachkriegszeit, seien jüdische Menschen in Deutschland „mit den Trümmern des Menschheitsverbrechens, das auf deutschem Boden geschehen ist, mit ihrem Entsetzen, mit ihrer Trauer um die Ermordeten“ alleingelassen worden, so Merz weiter.

Weiter verteidigte der Kanzler seine Kritik am israelischen Vorgehen im Gazastreifen. „Eine Kritik an der Politik der israelischen Regierung muss möglich, sie kann sogar angebracht sein.“ Aber Deutschland nehme an der „eigenen Seele Schaden“, wenn diese Kritik zum „Vorwand für Judenhass“ werde, schränkte Merz ein. „Das deutsche Bekenntnis zur Existenz und zur Sicherheit des Staates Israel ist ein unverhandelbarer Bestandteil der normativen Fundamente unseres Landes“, so der Regierungschef.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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