Bafög-Reform: Bundesforschungsministerin Bär kündigt digitale Vereinfachung an

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hat eine umfassende Reform des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (Bafög) zum Wintersemester 2026/2027 in Aussicht gestellt.

„Am Image des Bafög hat sich seit meiner eigenen Studienzeit leider kaum etwas verbessert“, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe). Das Hauptproblem sei, wie so oft in Deutschland, die überbordende Bürokratie. „Es ist nicht hinnehmbar, dass ein großer Teil der Anspruchsberechtigten das Bafög gar nicht beantragt, auch weil das Verfahren immer noch zu kompliziert und nicht niedrigschwellig genug ist.“

Ziel müsse es daher sein, das Bafög „digitaler, einfacher und bekannter“ zu machen, so die Ministerin. „Wir möchten das verstaubte Image aufbrechen und das Angebot interessanter machen.“ Weiter sagte Bär: „Unabhängig davon gibt es die Möglichkeit eines attraktiven und einkommensunabhängigen Bildungskredits. Wie im Koalitionsvertrag angekündigt, setzen wir uns für faire Konditionen ein und wollen ein Produkt mit Zinsbindung zur Verfügung stellen.“

Im Koalitionsvertrag hatte sich Schwarz-Rot darauf verständigt, das Bafög zu modernisieren.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Merz pocht auf Rolle für Europa bei Ukraine-Friedensgesprächen

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) pocht auf eine europäische Rolle bei den Gesprächen über ein mögliches Ende des Ukraine-Krieges.„Europa muss und will in diesem Prozess eine Rolle spielen“, sagte Merz am…

    Rentenversicherungsbericht: Renten sollen 2027 um 4,09 Prozent steigen

    Den rund 21 Millionen gesetzlich versicherten Rentnern steht auch im kommenden Jahr eine Rentenerhöhung von mehr als vier Prozent in Aussicht.Das Bundesarbeitsministerium rechnet mit einer Anhebung um 4,09 Prozent zum…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert