Allianz-Vorstand fordert mehr Investitionen in Hochwasserschutz und klimaresiliente Gebäude

Angesichts der zunehmenden Unwetterereignisse fordert Allianz-Vorstand Klaus-Peter Röhler mehr Investitionen und eine schnellere Umsetzung präventiver Maßnahmen, insbesondere gegen Überflutungen. Es seien bisher „deutlich zu wenig“ Maßnahmen aus dem Nationalen Hochwasserschutzprogramm von 2013 umgesetzt worden, sagte er dem „Handelsblatt“. „Wenn das in der Geschwindigkeit weitergeht, sind wir in 100 Jahren noch nicht fertig.“

Auch bei Hauseigentümern muss Röhler zufolge das Risikobewusstsein steigen, dass sie von einem Hochwasser betroffen sein können. Wasserdichte Türen und Fenster sind für ihn genauso Voraussetzung für einen bezahlbaren Versicherungsschutz wie die Abschaffung von Ölheizungen.

Die Allianz selbst will ihren Kunden daher verstärkt Beratungsangebote machen, um Gebäude nach einem Schadenfall klimaresilient wiederaufzubauen. Mithilfe besserer Risikomodelle will der Konzern die Versicherungsprämien künftig noch individueller berechnen. Teurer werden muss es für die Versicherten laut Röhler dadurch „nicht zwingend“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Brandenburger Bauernpräsident warnt vor Düngerkrise

    Der Präsident des Landesbauernverbands in Brandenburg, Henrik Wendorff, sieht die Landwirte in Deutschland derzeit in einer schwierigen Situation.Wie Wendorff am Dienstag im RBB-Inforadio sagte, habe es schon seit dem Krieg…

    Frankreich: Europa muss selbstbewusster gegen Social-Media-Riesen vorgehen

    Frankreich verlangt von den EU-Partnern mehr Entschlossenheit im Ringen um Social-Media-Verbote für Jugendliche. „Europa sollte in dieser Auseinandersetzung selbstbewusster sein“, sagte Clara Chappaz, Digital-Botschafterin von Präsident Emmanuel Macron, dem „Spiegel“.…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert