Kretschmer fordert langfristige Industriepolitik für Stahlstandort Sachsen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) meldet sich vor dem bevorstehenden „Stahldialog“ der Bundesregierung in Berlin zu Wort. Deutschland verliere seine industrielle Basis, wenn Energie dauerhaft zu teuer bleibe und Regulierungen wie das Lieferkettengesetz nicht zurückgenommen würden, sagte er am Dienstag.

Kretschmer kritisierte den geplanten Industriestrompreis als „kein Allheilmittel, sondern wirkt eher wie ein Schmerzmittel“.

Stattdessen brauche man einen wettbewerbsfähigen Industriestrompreis, der nicht jedes Jahr neu verhandelt werden müsse, sondern langfristige Planungssicherheit schaffe. Der Stahl stehe sinnbildlich für die Zukunft der deutschen Industrie.

Der Ministerpräsident forderte, der Stahlgipfel dürfe „kein weiteres Gespräch unter vielen sein“.

Es gehe um Arbeitsplätze, Wertschöpfung und technologische Souveränität in Europa. Deutschland und Europa benötigten eine Industriepolitik, „die nicht bremst, sondern wieder Stärke ermöglicht“, so Kretschmer.

Nur so bleibe die Stahlproduktion als Kern industrieller Wettbewerbsfähigkeit im Land.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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