Dax baut am Mittag Verluste aus – Risk-Off-Stimmung belastet Leitindex

Der Dax hat am Freitag nach einem bereits schwachen Start bis zum Mittag seine Verluste weiter ausgebaut. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.720 Punkten berechnet, 1,3 Prozent unter dem Schlussniveau vom Donnerstag. An der Spitze der Kursliste rangierten im Plus lediglich Siemens Energie, Allianz, Siemens und Eon, am Ende fanden sich Bayer, Rheinmetall und Infineon wieder.

„Die Investoren wurden zum Wochenschluss auf dem vollkommen falschen Fuß erwischt“, kommentierte Marktanalyst Andreas Lipkow. „Von einer schier unendlich anmutenden KI-Story aus den USA und guten Quartalsergebnissen der Dax-Schwergewichte Deutsche Telekom und Allianz hatten die Marktteilnehmer die auch an den Finanzmärkten vorherrschende Schwerkraft außer Acht gelassen. Erst als die warnenden Worte der US-Notenbanker über die Ticker liefen, wurden einigen Investoren bewusst, dass die Finanzmärkte keine Einbahnstraßen sind.“

Vor dem bevorstehenden Wochenende reichten die guten Quartalszahlen nicht aus, um das „Risk-Off-Sentiment“ zu ändern, so Lipkow. „Nun wird sich zeigen müssen, ob die US-Aktienmärkte zur Ruhe kommen oder der Verkauf auch dort dynamisiert wird.“ Der Dax werde aus eigener Kraft keinen Halt finden können. „Zu stark wurden die Handelsaktivitäten in den vergangenen Handelstagen von den Entwicklungen an den US-Börsen bestimmt.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1610 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8613 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 64,45 US-Dollar, das waren 2,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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