VZBV und ADAC kritisieren „Masterplan Ladeinfrastruktur“ als zu unkonkret

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) mahnt Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), den „Masterplan Ladeinfrastruktur 2030“ für mehr E-Autos konkreter zu machen.

„Die Bundesregierung verweist an mehreren Stellen auf andere Verantwortliche, zum Beispiel die Europäische Union“, sagte Gregor Kolbe, Referent für Verkehrsmärkte, der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). „Es scheint, der Bundesregierung fehlt der Mut, die nationalen Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen.“

Die Ziele des Masterplans seien „insgesamt gut geeignet, um E-Mobilität für mehr Menschen attraktiv zu machen“, so Kolbe. „Mehrere Maßnahmen werden nur angekündigt, ohne konkrete gesetzliche Regelungen, wie die Ziele erreicht werden sollen.“

Die Bundesregierung hatte den Plan am Mittwoch im Kabinett beschlossen und strebt darin unter anderem eine verbesserte Preistransparenz beim öffentlichen Laden an. Konkret will die Bundesregierung unter anderem eine Preistransparenzstelle schaffen.

Der ADAC erklärte, man begrüße und befürworte mehr Preistransparenz für Verbraucher. „Allerdings bleibt abzuwarten, ob alle Anbieter der Preistransparenzstelle ihre Preise auch zur Verfügung stellen werden, denn es sind keine Sanktionen vorgesehen“, sagte Alexander Toop, Referent für E-Mobilität beim ADAC, der Zeitung. „Es ist gut, dass mit dem Masterplan die Verbraucher in den Blick genommen werden. Bei einigen Punkten versteckt sich die Bundesregierung allerdings hinter der EU-Richtlinie – Deutschland sollte mit gutem Beispiel vorangehen und selbst Vorgaben, wie etwa bei unangemessenen Preisen beim öffentlichen Laden, umsetzen.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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