Die Präsidentschaft der Kulturministerkonferenz der Länder ist turnusgemäß vom Freistaat Sachsen an Rheinland-Pfalz übergegangen. Das teilte das Sekretariat der Kultusministerkonferenz (KMK) am Donnertag mit.
Unter sächsischer Leitung mit Kulturministerin Barbara Klepsch standen 2025 Themen wie der Umgang mit NS-Raubgut, kolonialen Sammlungskontexten und die Stärkung der kulturellen Infrastruktur im Mittelpunkt.
Ein zentrales Ergebnis des Jahres war die Einrichtung einer Schiedsgerichtsbarkeit für strittige Fälle von NS-Raubgut, die seit dem 1. Dezember 2025 arbeitet. Zudem wurden gemeinsame Leitlinien von Bund, Ländern und Kommunen zum Umgang mit Kulturgütern aus kolonialen Kontexten verabschiedet.
Klepsch zog eine positive Bilanz der Zusammenarbeit und wünschte ihrer Nachfolgerin viel Erfolg.
Für das Präsidentschaftsjahr 2026 setzt Rheinland-Pfalz mit Ministerin Katharina Binz einen neuen Schwerpunkt auf die kulturelle Teilhabe junger Menschen. Dieser soll unter anderem im Herbst in einem Kamingespräch vertieft werden.
Die Konferenz will zudem ihre Arbeit zu Provenienzforschung und internationalen Kulturkonventionen fortsetzen.
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