Sachsen und Sardinien kooperieren bei Bewerbung um Einstein-Teleskop

Der Freistaat Sachsen und die italienische Region Sardinien wollen bei der Bewerbung um das geplante Gravitationswellen-Observatorium Einstein-Teleskop zusammenarbeiten. Das teilte die sächsische Staatsregierung mit.

In Rom unterzeichneten Vertreter beider Seiten eine entsprechende Absichtserklärung, die unter anderem die Bildung eines gemeinsamen wissenschaftlichen Konsortiums vorsieht.

Das Einstein-Teleskop (ET) ist eines der bedeutendsten europäischen Forschungsprojekte der kommenden Jahrzehnte. Als mögliche Standorte für den unterirdischen Bau werden neben der sächsischen Lausitz und Sardinien auch die Euregio Maas-Rhein geprüft.

Ziel der neuen Kooperation ist es, sich gegenseitig bei der Bewerbung und möglichen Realisierung des Vorhabens zu unterstützen und den wissenschaftlichen Mehrwert für Europa zu erhöhen.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte, dass solche Großprojekte regionale Stärke mit globaler Perspektive verbänden und Europas Rolle als Wissenschaftsstandort stärkten. Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow verwies auf den erwarteten Technologietransfer in Bereichen wie IT und Mikroelektronik, der bereits während der Bauphase entstehe.

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