Linken-Chef van Aken kritisiert Debatte um telefonische Krankschreibung als Ablenkung

Linken-Chef Jan van Aken hat die Diskussion um die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung als „reine Ablenkung“ bezeichnet. „Gerade mal 0,8 bis 1,2 Prozent der Krankschreibungen erfolgen telefonisch“, sagte van Aken der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). „Das ist kein Missbrauch, sondern sinnvoller Gesundheits- und Arbeitsschutz. Diese Möglichkeit verhindert unnötige Ansteckungen und entlastet die Arztpraxen.“

Trotzdem werde so getan, „als sei diese Mini-Zahl ein riesiges Problem“, fügte er hinzu. „Eine Abschaffung ändert nichts am Kranksein, sie bringt nur noch mehr kranke Menschen in volle Praxen“, so van Aken. „Die sogenannten christlichen Parteien wollen nur davon ablenken, dass sie keine Lösungen für die großen Probleme im Land haben, wie etwa Mieten-Notstand und Bezahlbarkeitskrise. Das auf dem Rücken von kranken Menschen auszutragen, ist schäbig.“

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte zuletzt eine Überprüfung der telefonischen Krankschreibung angekündigt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Energiekrise: NRW-Verkehrsminister und Fahrgastverband fordern Aussetzung der Preiserhöhung für Deutschlandticket

    Angesichts der Energiekrise werden Forderungen laut, den Preis des Deutschlandtickets von 63 Euro vorerst einzufrieren, statt ihn zum 1. Januar 2027 zu erhöhen.„Die durch den Preisindex festgeschriebene Erhöhung des Deutschlandtickets…

    Aiwanger signalisiert Bereitschaft für engere Zusammenarbeit mit der CSU

    Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hat sich offen für eine engere Zusammenarbeit mit der CSU gezeigt. „Wir brauchen in Deutschland wie in Bayern ein politisches Angebot für liberal-wertkonservative Wähler, die konstruktive Politik…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert