Der Burgenlandkreis erhält rund 960.000 Euro für die Entwicklung eines digitalen Pflegezwillings. Das teilte das Sozialministerium Sachsen-Anhalt mit.
Das Geld stammt jeweils zur Hälfte vom Land und den Pflegekassen. Sozialministerin Petra Grimm-Benne überreichte den Zuwendungsbescheid in Naumburg an Landrat Götz Ulrich.
Ziel des Projekts ‚Interkommunaler digitaler Pflegezwilling‘ ist eine integrierte digitale Planung für Pflege, Prävention und Altenhilfe im gesamten Landkreis.
In einer Zwillingsanwendung sollen Daten zusammengeführt werden, um aktuelle und künftige Bedarfe zu ermitteln und passende Angebote zu unterbreiten. Landrat Ulrich erklärte, man wolle damit eine Gesamtübersicht über die soziale Daseinsvorsorge schaffen und ‚weiße Flecken‘ identifizieren.
Für die Erprobung innovativer Pflegeprojekte im Quartier stehen in Sachsen-Anhalt bis 2028 insgesamt rund 6,5 Millionen Euro zur Verfügung. Über 70 Prozent der mehr als 200.000 Pflegebedürftigen im Land werden bereits in ihrem häuslichen Umfeld betreut.
Die Förderung basiert auf dem Pflegeunterstützungs- und Entlastungsgesetz, das regionale Modellvorhaben ermöglicht.
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