Sachsen und Sachsen-Anhalt vereinbaren Finanzhilfen für Flughäfen bis 2030 zu senken

Die Ministerpräsidenten von Sachsen und Sachsen-Anhalt, Michael Kretschmer und Sven Schulze, haben eine gemeinsame Erklärung zur Zukunft der Mitteldeutschen Flughafen AG (MFAG) unterzeichnet. Das teilten die Staatskanzleien der Länder am Freitag mit.

Ziel der Vereinbarung ist es, einen Beitrag zur nachhaltigen Sanierung des Unternehmens zu leisten, das die Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden betreibt.

Kretschmer betonte, die Flughäfen seien Motoren für die wirtschaftliche Entwicklung in Mitteldeutschland und sicherten Arbeitsplätze. Die neue Vereinbarung schaffe Planungssicherheit für die Sanierung.

Schulze verwies auf die Bedeutung des Flugverkehrs für Sachsen-Anhalt als Logistikstandort. Das gemeinsame Ziel sei, dass die MFAG bis 2030 über stabile, wirtschaftlich tragfähige Flughäfen verfüge.

Die finanzielle Unterstützung der Länder sieht Kompensationsleistungen für nichtwirtschaftliche Kosten vor.

Der Gesamtbetrag sinkt von 37 Millionen Euro im Jahr 2026 schrittweise auf null ab 2030. Sachsen trägt 81,3 Prozent der Kosten, Sachsen-Anhalt 18,7 Prozent, wobei der Beitrag des letzteren ausschließlich dem Flughafen Leipzig/Halle zugutekommt. Für den Flughafen Dresden ist ab 2027 ein jährlicher Strukturausgleich von neun Millionen Euro vorgesehen, der allein von Sachsen getragen wird.

Die Vereinbarung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der jeweiligen Landtage zu den Haushalten.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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