Hessens Ministerpräsident Boris Rhein lehnt Forderungen von MIT und Wirtschaftsrat zu Leistungskürzungen ab

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) stellt sich gegen die jüngsten Forderungen der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) sowie des Wirtschaftsrats der CDU.

Der „Bild“ (Dienstagsausgabe) sagte Rhein: „Leistungseinschnitte für Leistungsträger lehne ich klar ab.“ Stattdessen forderte er mehr Respekt vor Leistung und warnte vor neuer sozialer Kälte.

Rhein erklärte weiter: „Die Vorschläge von MIT und Wirtschaftsrat zu Einschränkungen bei Teilzeit und Gesundheitsleistungen wie Zahnarztbehandlungen entsprechen nicht meiner Vorstellung von sozialer Gerechtigkeit.“ Für ihn stehe die CDU traditionell für die Anerkennung von Leistung. Notwendig seien mehr Anreize für diejenigen, die sich einbringen wollten, sowie konsequentere Sanktionen für jene, die sich verweigerten.

Zuvor hatte der Wirtschaftsrat der CDU gefordert, Zahnarztleistungen künftig nicht mehr über das Umlageverfahren der gesetzlichen Krankenversicherung zu finanzieren. Gesetzlich Versicherte müssten Zahnbehandlungen demnach selbst bezahlen oder eine private Zusatzversicherung abschließen. Der Wirtschaftsflügel MIT hatte vergangene Woche vorgeschlagen, die Teilzeitarbeit einzuschränken.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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