Dobrindt lehnt WM-Boykott gegen Trump-Politik ab und kritisiert US-Einwanderungsbehörde

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) lehnt einen Boykott der Fußball-WM aus Protest gegen die Politik von US-Präsident Donald Trump ab.

„Ich kann Forderungen nach einem Boykott der Fußball-WM nicht nachvollziehen“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Ich habe nämlich noch sehr genau in Erinnerung, wie die Debatten um die Fußballweltmeisterschaft in Katar liefen, und habe schon damals die Meinung vertreten: Spielt Fußball und hört auf, zu versuchen, Politik zu machen. Das wäre auch mein Ratschlag für all diejenigen, die sich mit dem Thema jetzt beschäftigen.“

Dobrindt sagte allerdings, dass er das Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE, an dem sich unter anderem die jüngste Kritik an Trump derzeit entzündet, ebenfalls für kritikwürdig hält. „Die Bilder, die wir in den USA sehen, wirken auf uns alle mehr als befremdlich“, sagte der CSU-Politiker dem RND. „So ein Vorgehen ist bei professionell ausgebildeten und agierenden Polizeikräften wie in Deutschland vollkommen undenkbar und würde auch in keiner Weise von politisch Verantwortlichen geduldet.“ Ähnlich hatte sich zuvor Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) geäußert.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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