Fast 50.000 Waffen gestohlen oder vermisst – Anstieg um 148 Prozent seit 2019

Im vergangenen Jahr sind bei Jägern und Sportschützen bundesweit fast 50.000 Waffen und Waffenteile gestohlen oder als vermisst gemeldet worden. Das berichtet die „Bild“ (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf neue Zahlen des Bundesinnenministeriums (BMI).

Demnach waren im Nationalen Waffenregister (NWR) Ende 2025 genau 5.537.407 Waffen und Waffenteile registriert. Das sind 3,8 Prozent mehr als 2024. Ende 2025 waren 48.579 Waffen und Waffenteile als gestohlen oder verschwunden gemeldet. Dabei gelten genau 9.058 Waffen und 324 Waffenteile (insgesamt 9.382) als gestohlen und 38.277 Waffen und 920 Waffenteile (insgesamt 39.197) wurden als verloren gemeldet. Das ist ein Anstieg um 148 Prozent seit 2019.

Die Polizei reagiert besorgt auf die Zahlen. Manuel Ostermann, Vizechef der Bundespolizeigewerkschaft, sagte der Zeitung: „Die Tatsache, dass mehr als 9.000 Waffen als gestohlen gemeldet worden sind, ist erschreckend.“ Der Polizei-Experte sieht hier „skrupellose Kriminelle“ am Werk. Ostermann weiter: „Wer Schusswaffen stiehlt, scheut vor nichts zurück: Er bricht in Privathäuser ein, knackt Panzerschränke und stiehlt scharfe Waffen. Das sind Schwerkriminelle.“ Was mit den Waffen im Anschluss passiere, könne man hingegen bloß mutmaßen: „Sie landen wahrscheinlich auf dem Schwarzmarkt und von dort in den Händen skrupelloser Krimineller.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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