JU NRW fordert Dunkelfeldstudie und bessere Statistik zu K.O.-Tropfen

Kurz bevor der Straßenkarneval seinen Höhepunkt erreicht, fordert der CDU-Nachwuchs in NRW ein entschiedeneres Vorgehen gegen K.O.-Tropfen. „Der Einsatz von K.O.-Tropfen ist eine besonders heimtückische Form von gezielter Gewalt, die Betroffene wehrlos macht und oft erst spät erkannt wird oder sogar ganz im Verborgenen bleibt“, sagte der Landesvorsitzende der Jungen Union, Kevin Gniosdorz, der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe).

Viele dächten bei K.O.-Tropfen sofort an die Altstadt, den Club oder das Partyzelt, sagte Gniosdorz. „Doch wissenschaftliche Untersuchungen zu sexualisierter Gewalt unter dem Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln zeigen: Ein erheblicher Teil solcher Taten passiert im sozialen Nahfeld – oft durch bekannte Personen und nicht selten in privaten Räumen.“

Die JU NRW fordert deshalb eine landesweite Dunkelfeldstudie, „die Umfang, Tatkontexte und Hürden beim Hilfe- und Anzeigeverhalten systematisch untersucht“. Ergänzend solle geprüft werden, wie der Einsatz bewusstseinstrübender Substanzen als Tatmittel in der Polizeilichen Kriminalstatistik besser abgebildet werden könne. „Das ist methodisch anspruchsvoll, darf uns aber nicht davon abhalten, das Phänomen statistisch sichtbar zu machen“, sagte Gniosdorz. „Ohne statistische Sichtbarkeit bleibt präventives Handeln blind.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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