149 rechtsextreme Vorfälle an Schulen in Sachsen-Anhalt gemeldet

Im vergangenen Jahr sind an Schulen in Sachsen-Anhalt 149 rechtsextreme Vorfälle polizeilich registriert worden. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor.

Der parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion, Stefan Gebhardt, wies darauf hin, dass damit nahezu jeden dritten Tag ein Vorfall gemeldet worden sei.

Die meisten der 149 registrierten Straftaten fallen unter die Kategorie Propagandadelikte, gefolgt von Volksverhetzung. Auch Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Beleidigungen und Bedrohungen wurden erfasst.

Betroffen waren alle Schulformen, von Grundschulen über Sekundarschulen und Gymnasien bis hin zu Berufsschulen und Förderschulen.

Die Linke forderte die Landesregierung auf, die Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus deutlich auszubauen. Schulen müssten strukturell gestärkt und Beratungsangebote langfristig abgesichert werden.

Konkret brauche es mehr Schulsozialarbeit, Fortbildungen für Lehrkräfte und verbindliche Schutz- und Interventionskonzepte. Die Fraktion verwies auf eigene Erfolge wie den Ausbau von Gedenkstättenfahrten, die ein Schlüssel gegen rechtsextremes Gedankengut seien.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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