Arbeitsmarkt im März 2026: Frühjahrsbelebung bleibt schwach

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März 2026 um 54.000 gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Gegenüber dem Vormonat ging sie um 49.000 auf 3,021 Millionen zurück, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mit. Saisonbereinigt hat sich die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat nicht verändert. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent.

„Im März beginnt wie üblich die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt – dieses Jahr allerdings ohne nennenswerten Schwung“, sagte BA-Chefin Andrea Nahles am Mittwoch in Nürnberg.

Die Unterbeschäftigung umfasst neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie ist saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat gleichgeblieben. Im März lag sie bei 3,690 Millionen und damit um 4.000 niedriger als vor einem Jahr.

Im dritten Monat des Jahres waren 638.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 5.000 weniger als vor einem Jahr. Der BA-Stellenindex (BA-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Personal in Deutschland, der neben dem Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auch den Zugang berücksichtigt – lag im März 2026 bei 103 Punkten.

1,104 Millionen Personen erhielten nach Hochrechnung der BA im März 2026 Arbeitslosengeld, 98.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten belief sich hochgerechnet auf 3,820 Millionen. Gegenüber März 2025 war dies ein Rückgang um 147.000 Personen. 7,0 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter waren damit hilfebedürftig.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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