DIHK warnt trotz Waffenruhe vor anhaltenden Lieferproblemen und hohen Energiepreisen für deutsche Wirtschaft

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) warnt trotz der Waffenruhe im Iran-Krieg vor länger anhaltenden Lieferproblemen und hohen Energiepreisen für die deutsche Wirtschaft.

„Es ist auch für die Wirtschaft eine Erleichterung, dass sich die Kriegsparteien auf eine Waffenruhe einigen konnten. Dennoch bleibt die Lage sehr angespannt“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe). „Das zeigt auch eine laufende Umfrage der Auslandshandelskammern (AHKs) an ihren Standorten in aller Welt, die wir als DIHK vorab ausgewertet haben: Danach sind rund 85 Prozent dieser mit Deutschland verbundenen Unternehmen direkt oder indirekt von den Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten betroffen“, sagte Treier.

„Selbst wenn die Straße von Hormus nun wieder geöffnet werden und offen bleiben sollte: Störungen in den Transportwegen und Schäden an den Energieinfrastrukturen wirken länger nach. Sie belasten die internationalen Logistikketten, und stellen damit auch für die deutsche Wirtschaft ein großes Problem dar. Unternehmen müssen sich auf ein längerfristig höheres Kostenniveau einrichten“, erklärte der DIHK-Experte.

Deutschland habe schon vor der Krise mit die höchsten Energiekosten weltweit gehabt. „Stark gestiegene Arbeitskosten und Rekordbelastungen bei Abgaben, Steuern und Bürokratie kommen noch hinzu. Deshalb erwarten wir von der Bundesregierung jetzt nicht nur pragmatische Krisenreaktionen, sondern endlich auch strukturelle Reformen, die unsere Wirtschaft in der Breite entlasten.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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