Von der Leyen und Macron gratulieren Magyar zu Wahlsieg in Ungarn

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben am Sonntagabend Péter Magyar zum Wahlsieg in Ungarn gratuliert, nachdem der bisherige ungarische Premierminister Viktor Orbán seine Niederlage eingestanden hat.

„Das Herz Europas schlägt heute Abend in Ungarn stärker“, schrieb von der Leyen in sozialen Netzwerken. „Ungarn hat sich für Europa entschieden. Europa hat sich schon immer für Ungarn entschieden.“ Nun kehre ein Land auf seinen europäischen Weg zurück. „Die Union wird stärker“, so die Kommissionpräsidentin.

Macron erklärte, er habe mit Peter Magyar gesprochen, um ihm zu seinem Sieg in Ungarn zu gratulieren. „Frankreich begrüßt diesen Sieg als Zeichen der demokratischen Teilhabe, des Bekenntnisses des ungarischen Volkes zu den Werten der Europäischen Union und als Zeichen für Ungarns Stellung in Europa“, schrieb der französische Präsident. „Lassen Sie uns gemeinsam ein souveräneres Europa vorantreiben – für die Sicherheit unseres Kontinents, unsere Wettbewerbsfähigkeit und unsere Demokratie.“

Die Stimmen der Parlamentswahl werden aktuell noch ausgezählt. Nach Hochrechnungen des nationalen Wahlbüros liegt Magyars Partei Tisza klar vorne, während Orbán nach 16 Jahren Regierungszeit abgewählt wäre. Bei einem Auszählungsstand von 77,45 Prozent der Stimmen kann Tisza derzeit mit 138 der 199 Sitze rechnen. Damit hätte die neu im Parlament vertretene Partei eine Zweidrittelmehrheit, mit der sie die Verfassung ändern könnte.

Orbáns Partei Fidesz, die gemeinsam mit dem Regierungspartner KDNP bei der letzten Wahl 135 Sitze gewonnen hatte, würde deutlich verlieren und käme nunmehr auf 54 Abgeordnete. Mi Hazánk Mozgalom steht in der Hochrechnung bei 7 Sitzen.

106 der 199 Sitze im ungarischen Parlament werden über die Erststimmen in Einerwahlkreisen mit einfacher Mehrheit an Direktkandidaten vergeben. Für die übrigen 93 Mandate werden neben der Listenstimmen auch all die Stimmen berücksichtigt, die die unterlegenen Direktkandidaten erhalten haben, sowie all die Stimmen, um die die Wahlkreisgewinner vor den jeweils Zweiplatzierten liegen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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