Betriebsräte in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt warnen vor Gefährdung der Industrie

Die IG Metall in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt sieht die industrielle Zukunft der Region durch fehlende Investitionen, hohe Energiepreise und Fachkräftemangel gefährdet. Das teilte der Bezirksleiter der Gewerkschaft, Thorsten Gröger, am Dienstag mit.

Zwar sei die aktuelle wirtschaftliche Lage in vielen Betrieben noch stabil, doch die strukturellen Risiken nähmen deutlich zu.

Eine aktuelle Befragung von rund 200 Betriebsräten in der Region ergab, dass 62 Prozent das Investitionsniveau in ihren Unternehmen als zu niedrig bewerten. Als Hauptgründe nannten die Befragten unklare politische Rahmenbedingungen, die schleppende Konjunktur und die hohen Energiepreise.

Mehr als ein Drittel sieht in den Energiekosten ein wesentliches Hemmnis für die Wettbewerbsfähigkeit.

Parallel dazu verschärfe sich der Fachkräftemangel, von dem fast zwei Drittel der Betriebsräte berichteten. Die IG Metall fordert von Politik und Unternehmen einen klaren Kurs für Investitionen, bezahlbare Energie und gute Arbeit.

Die Gewerkschaft warnt davor, dass weitere Belastungen allein auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden dürften.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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