GKV-Chef rechnet mit Beitragsstabilisierung durch Warken-Reform

Der Chef des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Oliver Blatt, rechnet mit einer Beitragsstabilisierung, sollte die GKV-Beitragsstabilisierungsreform so kommen wie angekündigt. „Das Gesetz von Frau Warken hat das Potenzial, die Beiträge zu stabilisieren“, sagte Blatt dem Nachrichtenportal „T-Online“. „Wenn ihr Entwurf eins zu eins umgesetzt wird, könnten die Beiträge im Schnitt über alle Kassen hinweg – man traut sich das ja kaum auszusprechen – sogar sinken.“

Wie groß die Senkung sein könnte, ließe sich pauschal nicht sagen. Die Senkung fiele auch nicht „bei jeder Kasse gleich“ aus. „Viele Krankenkassen müssen nun ihre Rücklagen, die sie über die vergangenen Jahre aufbrauchen mussten, erst einmal wieder aufbauen“, so Blatt weiter. „Dazu sind sie schließlich auch per Gesetz verpflichtet.“

Blatt wiederholte zudem seine Warnung, die Vorschläge dürften nun nicht von Interessenverbänden zerredet werden. „Mein Rat lautet: Alle sollten sich einmal hinsetzen, tief Luft zu holen und dann gemeinsam überlegen, was realistisch passieren muss, um die GKV-Finanzen zu stabilisieren“, sagte er. Nichtstun sei keine Alternative. „Wenn wir jetzt allen Bedenken folgen würden, die die Verbände Anfang der Woche im Ministerium vorgetragen haben, wäre Letzteres die Konsequenz. Und dann sind am Ende wieder die Beitragszahler die Gelackmeierten.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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