Rehlinger fordert gemeinsame Reformoffensive bei Rente, Pflege und Steuern

Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, Reformvorhaben gemeinsam und diszipliniert anzugehen. „Es ist absolut realistisch, in diesem Jahr alle zentralen Reformpakete in der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung sowie im Steuersystem auf den Weg zu bringen“, sagte Rehlinger der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe).

„Wenn alle ihre Verantwortung für das große Ganze sehen, Ruhe bewahren und mehr miteinander als übereinander reden, dann klappt das auch. An der SPD werden kluge und faire Reformen nicht scheitern“, so Rehlinger.

Drei große Reform-Missionen seine nötig. „Erstens: Wir lösen den jahrzehntelangen Investitionsstau in unserer Infrastruktur endlich auf mit dem Mega-Impuls des Sondervermögens. Zweitens: Bund und Länder modernisieren gemeinsam Staat und Verwaltung und bauen massiv Bürokratie ab. Drittens: Jetzt geht es um eine umfassende Reform der sozialen Sicherungssysteme“, sagte die SPD-Politikerin.

„Wenn wir nichts tun, werden die Beiträge drastisch steigen und alle spüren das heftig im Portemonnaie“, warnte Rehlinger. Mit Blick auf die schwarz-rote Koalition sagte sie: „Niemand hat versprochen, dass das einfach wird, aber so ist das, wenn man Verantwortung für unser Land trägt.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    DRK-Präsident: Deutschland im Zivilschutz nicht gut genug aufgestellt

    Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Hermann Gröhe, sieht Deutschland im Zivil- und Bevölkerungsschutz nicht ausreichend vorbereitet.„Bei Weitem nicht gut genug“, sagte Gröhe dem Nachrichtenportal T-Online auf die Frage, wie…

    Rentenreform: Fratzscher vermisst „Mut und Konsequenz“ bei Vorschlägen der Kommission

    Die Vorschläge der Rentenkommission werden nach Ansicht des Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, nicht ausreichen, um die gesetzliche Alterssicherung zu stabilisieren.Die Reformvorschläge der Rentenkommission gingen in…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert