Das Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit (ZEFAS) hat einen neuen Online-Wegweiser für Unternehmen veröffentlicht, die Geflüchtete einstellen wollen. Das teilte das ZEFAS am Sonntag mit.
Hintergrund ist der zunehmende Fachkräftemangel in Sachsen, der sich laut Bevölkerungsmonitor in den kommenden Jahren weiter verschärfen wird. Demnach werden dem sächsischen Arbeitsmarkt in zehn Jahren rund 167.000 Personen weniger zur Verfügung stehen.
Der Wegweiser mit dem Titel „Geflüchtete beschäftigen“ bündelt Informationen zu rechtlichen Voraussetzungen, Aufenthaltsstatus, Qualifizierungs- und Sprachfördermöglichkeiten sowie zu Förderprogrammen und regionalen Unterstützungsstrukturen.
Unternehmen erfahren zudem, wie sie die Willkommenskultur im Betrieb stärken und betriebsinterne Mentoren einsetzen können. „Ungenutzte Potenziale sind verpasste Chancen, und das sollten wir uns in Sachsen nicht leisten“, erklärte Sebastian Vogel, Leiter des ZEFAS.
In Sachsen leben derzeit rund 363.000 Menschen anderer Nationalität, ein Drittel von ihnen sind Schutzsuchende. Der Anteil ausländischer Beschäftigter liegt mit 9,3 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 16,9 Prozent.
Als positives Beispiel nannte das ZEFAS die Firma Meiser Vogtland GmbH & Co. KG aus Oelsnitz im Vogtland, die seit 2018 Geflüchtete beschäftigt.
In dem Stahl- und Metallverarbeitungsbetrieb arbeiten mittlerweile 17 Menschen aus Drittstaaten. Der Wegweiser steht ab sofort kostenfrei auf der Internetseite zefas.sachsen.de zur Verfügung.
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