DGB-Chefin Fahimi lehnt Ausweitung befristeter Arbeitsverträge für Unternehmen ab und kritisiert SPD-Chef Klingbeil

Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi lehnt den Vorschlag von SPD-Chef und Finanzminister Lars Klingbeil für eine Ausweitung befristeter Arbeitsverträge auf Unternehmen, die in Innovationen investieren, ab.

Es sollte doch eine Selbstverständlichkeit sein, dass Unternehmen in Innovationen investierten, sagte Fahimi der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagausgaben). Beschäftigte bekämen auch keine Prämie neben dem Lohn, nur weil sie arbeiten gehen.

Klingbeil hatte in seiner Reformrede Ende März bei der Bertelsmann-Stiftung gesagt, er könne sich vorstellen, bei Unternehmen, die in Innovationen investierten, für eine längere Zeit befristete Arbeitsverträge zu ermöglichen, so wie dies bereits bei Start-ups der Fall sei. Er hoffe, dass sich so mehr Unternehmen trauten, trotz der Unsicherheit Leute einzustellen.

Man investiere, weil man dahinter ein Geschäftsmodell erwarte, entgegnete Fahimi. Wenn es das nicht gebe, sei es völlig egal, wie sich der Kündigungsschutz gestalte.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Abschiebungen aus Deutschland sinken erstmals seit fünf Jahren – Linke kritisiert Niveau

    Die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland ist im ersten Quartal 2026 gesunken. Insgesamt mussten in den ersten drei Monaten dieses Jahres 4.807 Menschen das Land zwangsweise verlassen – 1.344 weniger…

    Bundeshaushalt 2027: Wirtschaftsrat der CDU und DGB kritisieren Klingbeils Eckpunkte scharf

    In der Debatte um den Bundeshaushalt 2027 hat die CDU-nahe Interessensvertretung Wirtschaftsrat der CDU den von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) vorgelegten Eckpunkteplan kritisiert. Der Haushalt sei nur auf dem Papier…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert