DGB-Chefin Fahimi lehnt Ausweitung befristeter Arbeitsverträge für Unternehmen ab und kritisiert SPD-Chef Klingbeil

Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi lehnt den Vorschlag von SPD-Chef und Finanzminister Lars Klingbeil für eine Ausweitung befristeter Arbeitsverträge auf Unternehmen, die in Innovationen investieren, ab.

Es sollte doch eine Selbstverständlichkeit sein, dass Unternehmen in Innovationen investierten, sagte Fahimi der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagausgaben). Beschäftigte bekämen auch keine Prämie neben dem Lohn, nur weil sie arbeiten gehen.

Klingbeil hatte in seiner Reformrede Ende März bei der Bertelsmann-Stiftung gesagt, er könne sich vorstellen, bei Unternehmen, die in Innovationen investierten, für eine längere Zeit befristete Arbeitsverträge zu ermöglichen, so wie dies bereits bei Start-ups der Fall sei. Er hoffe, dass sich so mehr Unternehmen trauten, trotz der Unsicherheit Leute einzustellen.

Man investiere, weil man dahinter ein Geschäftsmodell erwarte, entgegnete Fahimi. Wenn es das nicht gebe, sei es völlig egal, wie sich der Kündigungsschutz gestalte.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Hoppermann schließt Vertrauensfrage aus: CDU will Reformen mit SPD gemeinsam durchsetzen

    CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann schließt aus, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeitnah die Vertrauensfrage stellt, um Reformen durchzusetzen. „Ich sehe diese Option im Moment nicht“, sagte sie dem Focus. Auch im…

    Volkswagen: Überprüfungsgespräch zwischen VW, IG Metall und Betriebsrat am 30. September in Hannover

    Vertreter von Volkswagen, IG Metall und Betriebsrat treffen sich am 30. September in Hannover zu einem Überprüfungsgespräch über den Zukunftstarifvertrag von 2024. Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Verhandlungskreise.…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert